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Muss Umweltschutz eigentlich immer mit Verboten durchgesetzt werden? Die Grünen werden ja schon von ihren Gegnern als „Verbotspartei“ verunglimpft. Nur, Corona zeigt, dass es leider häufig nicht ohne Verbote geht, auch wenn eine Mehrheit eine Sache gut findet. Und doch: Es bleibt bei Verboten immer ein ungutes Gefühl zurück und man sehnt sich in die „gute alte Zeit“ ohne Verbote zurück.  

Viel besser ist doch, wenn die Rahmenbedingungen so gesetzt sind, dass man gar nicht groß über Verbote nachdenken muss. Wenn das Angebot von Bus und Bahn so ist, dass man einfach automatisch einsteigt, ohne groß drüber nachzudenken. Wenn der Nachbar beim Renovieren eine Wärmepumpe einbaut, weil das vom Handwerker empfohlen wird und am Ende einfach günstiger ist. Wenn die Mietwohngesellschaft alle Dächer mit Photovoltaik vollmacht, weil sie daran verdienen kann und der Kumpel ein Elektroauto kauft, ohne dass er über das Aufladen nachdenken muss. Mit einem Wort: Wenn Umwelt- und Klimaschutz einfach normales Verhalten ist, braucht es auch keine Verbote mehr.

Doch dazu braucht es auch einen politischen Willen und eine Regierung, die von solchen Visionen geprägt ist. Hoffen wir also auf das Beste.