Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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Unmögliches wird möglich

Können Sie sich vorstellen, daß ein Maschinenfabrikant bei der Vorstellung seiner neuen Spitzenprodukte öffentlich bekundet, das Gerät sei zwar von hoher Qualität, sein Einsatz jedoch völlig uneffektiv???

In der Solarenergiebranche scheint so etwas schon möglich zu sein. Ein Vertreter des weltweit größten Solarzellenher-stellers Siemens-Solar, Herr Jürgen Stöppel, bekundete zum Beispiel in der im letzten Jahr stattgefundenen Eröffnungsfeier für die neue Solaranlage auf dem Rathaus Garbsen (bei Hannover) folgendes: "Die Garbsener Stromausbeute aus der leistungsstarken 20 kW-Solaranlage könne rein rechnerisch zwar den Energiebedarf von acht Einfamilienhäusern decken, wirtschaftlich betrieben werden könne sie jedoch nicht. Die Kilowattstunde Solarstrom kostet ja umgerechnet 1,20 DM!" Eine ausgesprochen risikobehaftete Marktstrategie! Warum setzt Siemens Solar nicht auf kostendeckende Vergütung? Solaranlagen könnten dann wirtschaftlich betrieben werden.

Bei der Garbsener Anlage wurden die Solarmodule übrigens aus Kalifornien eingeflogen! Vielleicht sind die neuen deutschen Hersteller auf dem Markt geschickter.

Es gibt Menschen auf dieser Erde, die diese Welt anders sehen. Menschen wie Columbus, Albert Einstein, M.Gandhi, Mutter Theresa, Martin Luther King. Sie haben keinen Respekt vor dem Gewohnten, dem Festgefahrenen. Diese Menschen werden oft als Spinner, Visionäre, Querulanten, Rebellen bezeichnet. Wir können ihnen widersprechen. Wir können sie auslachen. Wir können sie niedermachen. Das Einzige, was wir nicht können, ist, sie zu ignorieren.- Weil sie die Dinge der Menschen voranbringen. Diese Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie könnten die Welt verändern, sind die, die es tun. (Apple-Kinowerbung)

BP erkennt Entwicklungschancen der Regenerativen Energien

Gegenüber der Zeitung "Die Welt" äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der Deutschen BP, Winfried Vogler, über die künftigen Chancen der Regenerativen in folgender Weise: `Ein Schub für die regenerativen Energien wird es am ehesten aus der Solarenergie geben. Es ist zu erwarten, daß zur Mitte des nächsten Jahrhunderts bis zu 50 Prozent des Weltenergiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden können.' Anlaß zu dieser Äußerung war das von Angela Merkel vorgestellte neue Energieziel, in dem im Rahmen des umweltpolitischen Schwerpunktprogramms die Regenerativen genau diesen 50 %-Anteil am Primärenergieverbrauch im Jahr 2050 aufweisen sollen. Die Industrie steckt in den Startlöchern. Ob dies so bleibt, die Äußerungen der Bundesumweltministerin nur als reine Wahlkampfpropaganda zu werten sind, oder aber Zukunftsaussichten präsentiert werden, bleibt abzuwarten. Aufmunternd wirkt jedoch auf jeden Fall das positive Feedback der Industrie.

Paradoxe Intervention

"Wer die Münchener Bevölkerung, die immerhin die Hälfte ihres Stroms aus Atommeilern bezieht, auf Anti-Atomkurs einschwören will, muß ihr mit der Forderung nach einem Lager für atomaren Abfall mitten im Stadtgebiet kommen", argumentiert Bernhard Fricke, Rechtsanwalt, Stadtrat und Vorstand der Bürgerinitiative David gegen Goliath e.V.. Ein Bürgerentscheid soll es sein, der auf die unbewältigten Gefahren der Atomtechnik hinweisen soll. Die Münchener können demnächst per Unterschrift entscheiden, ob sie noch immer ruhigen Gewissens über Atomstrom nachdenken können, wenn das atomare Endlager quasi vor ihrer Haustür steht. Alles frei nach dem Motto: `Wer will, daß die Kuh in den Stall geht, muß sie am Schwanz zurückhalten.'

Kommentar überflüssig...

Auszug aus Prof. Wolfrums schon vielzitierten Buch: "Windkraft, eine Alternative, die keine ist":

"... Angesichts der zigtausend Wind-Großanlagen, die auf der Grundlage dieser Bestimmungen in Nordrhein-Westfalen errichtet werden sollen, mit all den negativen Begleitumständen, kann man die Aufregung um das relativ kleine Gebiet des zur Erweiterung geplanten Braunkohletagebaus Garzweiler II kaum mehr verstehen: Schließlich soll dort später mal ein wunderschöner See entstehen (Anmerkung d.Red.: Wie skrupellos!!), man ist auch über die in der Welt einmaligen Rekultivierungsmaßnahmen dieses Unternehmens unterrichtet, und außerdem erhalten die Betroffenen umfangreiche finanzielle Entschädigungen..."



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