Booklet

Infobroschüre zum Download

Energiewende bis spätestens 2030

In unserer Infobroschüre zeichnen wir ein Bild von einer Energiewende bis 2030. Es geht unter anderem um Kipppunkte, und warum sie unbedingt verhindert werden müssen. Warum das bisherige Ausbautempo Erneuerbarer Energien nicht ausreicht und wie viel Ausbau wirklich nötig ist. Außerdem: wie wir Verkehr, Wirtschaft und Gebäude klimafreundlich transformieren können und wie die Sektorenkopplung uns dabei hilft, energieeffizient zu werden. Nicht zuletzt thematisieren wir die dezentrale Energiewende, und warum Ökostrom-Konzerne keine Lösung darstellen. Auch CO₂-Rückholungsmethoden werden aufgegriffen. Im letzten Kapitel sprechen wir über die Kosten der Energiewende, für alle, die schon mal mit der Frage "Wer soll das alles bezahlen?" konfrontiert wurden.

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Kapitel 8

Kosten

Einleitung

Wir haben sie geplündert: Unsere natürlichen Kohlenstoffspeicher in den Wäldern, Mooren, und vor allem in den Öl-, Gas- und Kohlelagern. Durch verschiedene Auswüchse der Industrialisierung: fossile Energieversorgung, Entwaldung und industrielle Landwirtschaft. So gelangte CO2 in die Atmosphäre - und das tut es weiterhin: Jedes Jahr entleeren wir mehr und mehr der globalen Kohlenstoffspeicher.

Einst brachte dies Wohlstand. Nun ist es die größte Bedrohung unserer Lebensgrundlagen. Es liegt an uns, diese Entwicklung umzudrehen und das ausbeuterische in ein nachhaltiges System umzuwandeln. Ein „Weiter-so-wie-bisher“ wird es nicht mehr geben: ob die Veränderung by-design oder by-disaster kommt, liegt aber noch in unserer Hand.

In unserer neuen Infobroschüre stellen wir unser Konzept eines Wandels vor: hin zu 100% Erneuerbaren Energien bis 2030 - so kurz und prägnant wie möglich. Es ist ein Wandel zu einer Gesellschaft, deren Wohlstand nicht mehr von fossilen Rohstoffen abhängt oder auf einer Zerstörung unserer Lebensgrundlagen basiert, für zutiefst ungerecht verteilte Lebensstile.

Der Schlüssel zum Erfolg der Energiewende liegt für uns dabei nicht bei all den technischen Möglichkeiten, denn technisch realisierbar ist die Energiewende schon seit Jahren! In vielen Handlungsfeldern müssen sich Änderungen vollziehen: im persönlichen Verhalten, in der Wirtschaft, bei unseren kulturellen Gewohnheiten.

Viele Einzelne, Gruppen und Unternehmen gehen schon mit gutem Beispiel voran, und davon brauchen wir noch viel mehr! Änderung in unserem Ernährungsverhalten sind gefragt, bei der Mobilität, bei unserem Reise- und Konsumverhalten. Es gibt nachhaltige Stromversorger und nachhaltige Banken, zu denen wir schon heute wechseln können. All das kann richtig Spaß machen!

Aber für den nötigen Umbau eines ganzen kulturellen Systems braucht es Weichenstellungen, die nur im politischen System vorgenommen werden können. Die gute Nachricht ist: Auch hier haben wir als einzelne viel Macht. Auch an der Wahlurne, aber nicht nur dort.

Wir können im Wahlkampf die Parteien mit unseren Fragen und Forderungen bombardieren, Petitionen und Leserbriefe schreiben, in Bürgerinitiativen mitarbeiten, oder einen Braunkohlebagger besetzen; der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Und der Einsatz lohnt sich, denn der Preis ist eine lebenswerte Erde auch für kommende Generationen.

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Energiewende bis spätestens 2030

Ist das überhaupt realistisch?

Wenn wir uns mit unserem Wahlspruch an die Infotische begeben, werden wir uns der Frage stellen müssen, warum wir ausgerechnet 2030 ausgewählt haben und ob dieses Ziel überhaupt umsetzbar ist. Eine paar Antworten haben wir Euch in einem Artikel zusammengestellt.

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