Der 17. Dezember (202. Sitzung des Bundestags) wird für die Energiewende ein weiteres Mal entscheidend sein: Wenn die Große Koalition den aktuell vorliegenden Entwurf zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz beschließen sollte, droht ein weiterer Fadenriss für den dringend notwendigen Klimaschutz. Das gilt nicht nur für neue Anlagen, die zukünftig mit weiteren Restriktionen (z.B. SMART METER Pflicht), Zubau- und Flächenbeschränkungen kämpfen müssen. Auch auf ältere Solaranlagen kommen massive Probleme zu.

Der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegte Gesetzentwurf ist zu Recht umstritten - die dort vorgesehenen Hürden sind für Betreiber*innen alter Solaranlagen so hoch, dass vielen nur die Abschaltung bleibt. Vor den entscheidenden Beratungen im Bundestag wollen wir deshalb noch mal kräftig Druck auf die Abgeordneten machen. 

Werden Sie aktiv! Schreiben Sie noch heute an ihren lokalen Bundestagsabgeordneten.

Susanne Jung

Klicken Sie hier: https://aktion.campact.de/campact/weact/kontaktieren-4/suche

Sie müssen zunächst ihre Postleitzahl eingeben, damit der*die zuständige Bundestagsabgeordnete der Großen Koalition angezeigt wird. Die E-Mail an die Abgeordneten aktivieren Sie dann im nächsten Schritt. Zusammen können wir den Abgeordneten klarmachen: Sie dürfen die Energiewende nicht an die Wand fahren. Wir brauchen ein Erneuerbare Energien-Gesetz, dass den Ausbau von Sonnen- und Windkraft massiv beschleunigt. Wir müssen die Dächer vollmachen mit Solaranlagen - nicht alte abbauen. 

Hier finden Sie die direkten Kontaktadressen der energie- und umweltpolitischen Sprecher der Parteien des Deutschen Bundestags.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und die Unterstützung von campact!

Klima-Demo: Kein Planet B

Brief von Peter K. aus Aachen:

Aachen, den 14.12.2020

 

Sehr geehrter Herr Henke, CDU Aachen

ich habe ein kleines Kind und möchte ihm kein im sprichwörtlichem Sinne verwüstetes Deutschland hinterlassen. Aufgrund der fortschreitenden Austrocknung wegen der Hitzeperioden, Starkregen, die nicht versickern können, beides ausgelöst u.a. von der CO2-Anreicherung unserer Atmosphäre, Abholzungen der Wälder, z.B. Hambi, Trockenlegung von Sümpfen zur landwirtschaftlichen Nutzung, Waldsterben, Flächenversiegelungen ... benötigen wir umgehend 100% Erneuerbare Energie und 100% geschlossene Stoffkreisläufe.

Ich wende mich an Sie als meine*n örtlichen Bundestagsabgeordneten. Ich bitte Sie, sich in der kommenden Woche für eine wegweisende Einigung beim Erneuerbaren Energiegesetz einzusetzen. Insbesondere bedarf es einer sinnvollen Regelung für den Weiterbetrieb von Solaranlagen, die nach 20 Jahren aus der Förderung des Erneuerbare Energien-Gesetzes fallen. Ohne Anschlussregelung droht diesen Anlagen zum Jahresende die Abschaltung - aber wir brauchen doch für den Klimaschutz und die
Energiewende mehr und nicht weniger Solaranlagen!

Ich bitte Sie:

  • setzen Sie sich für eine Einigung der Großen Koalition beim Erneuerbaren Energie-Gesetz ein.
  • Sorgen Sie für eine sinnvolle Anschlussregelung für Ü20-Solaranlagen.

 Die im bisherigen Gesetzentwurf enthaltenen Hürden für Betreiber*innen von Ü-20-Solaranlagen würden zur Stilllegung vieler Anlagen führen. Die Verpflichtung zum Einbau von Smart-Metern bei Eigenverbrauch, sowie die Veranlagung zu 40% EEG-Umlage und eine Vergütung lediglich in Höhe des Jahresmarktpreises dürfen daher im endgültigen Gesetzestext nicht mehr auftauchen.

Schließlich bitte ich Sie, sich grundsätzlich für ein deutlich ambitionierteres EEG einzusetzen, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen:

  • Statt der geplanten 5 Gigawatt brauchen wir 15 Gigawatt Ausbau der Solarenergie. Der „atmende Deckel“ muss so lange ausgesetzt werden, bis dieses Ausbauniveau erreicht ist.
  • Die geplante Absenkung der Ausschreibungspflicht für Photovoltaik-Dachanlagen auf 500 Kilowatt muss ersetzt werden durch die in der EU-Richtlinie vorgeschlagenen 1000 Kilowatt.
  • Der Eigenverbrauch muss auch jenseits von 10 Kilowatt-Anlagenleistung von Abgaben und Umlagen befreit werden - auch für Mieter*innen.
     

Bitte setzen Sie sich für eine wirkliche Energiewende ein!