Seit einem dreiviertel Jahrhundert boomt die Idee, das Erdklima mit Hilfe gigantischer technischer Lösungen zu manipulieren. Dieser Ansatz war immer von militärischen Interessen durchtränkt, und er hat immer dieselben größenwahnsinnigen Instrumente propagiert: Dammbau-Projekte zur Umleitung von Meeresströmungen; riesige kosmische Sonnenspiegel; eine großmaßstäbliche Ausbringung von Giftstoffen in die Atmosphäre oder die Meere; allen voran aber: die „friedliche“ Verwendung von Atombomben und Atomkraftwerken, um das Antlitz der Erde zu verändern. All das sollte mal gegen eine neue Eiszeit, mal gegen die globale Erwärmung helfen. – Man sollte sich die Geschichte dieser Ideen vor Augen halten, wenn man heutige Vorschläge zur Klimarettung durch Geoengineering beurteilen will.

 

Zur Geschichte des Climate Engineering

 

Die chaotische Struktur des Wetters hat Menschen von jeher veranlasst, sich um eine Manipulation dieser Vorgänge zu bemühen. Lange wurde das Wetter als Ausfluss des absichtsvollen Handelns höherer Wesen gedeutet, und die Versuche einer Beeinflussung waren folglich magischer Natur. Aus vielen Weltregionen werden Rituale des Regentanzes überliefert, die Phasen der Trockenheit beenden sollten. Auch in Mitteleuropa ist die Anrufung von „Wetterheiligen“ im Rahmen der katholischen Volksreligiosität verbreitet gewesen und wahrscheinlich bis heute nicht ganz verschwunden.

Indianischer Regentanz ca 1920

Mit der europäischen Neuzeit trat das Denken über die Wetter-Beeinflussung aber in eine neue Phase ein. Entsprechend den wachsenden Möglichkeiten, die Erde mit technischen Mitteln zu verändern – Tunnel, Kanäle, Stauwerke zu bauen – rückte auch die Manipulation des Klimas in den Bereich des Denkbaren. Dies zeigt sich schon in der utopischen Literatur der frühen Neuzeit. Die erdachte Insel Utopia, mit der Thomas Morus 1516 dem Genre seinen Namen gab, ist das Ergebnis eines Geo-Engineering-Projekts, denn der Gründer Utopus schuf sie durch die Durchtrennung einer Landenge, die sie vorher mit dem Festland verband.[1] Der Gedanke, dass Menschen sich ihre Umwelt durch Ingenieurtätigkeit so gestalten, wie sie sie zu brauchen meinen, ist hier bereits voll entfaltet.

Der utopische Sozialist Charles Fourier wandte diese Allmachtsphantasie dann auch auf die geplante Beeinflussung des Weltklimas an. In seiner „Theorie der vier Bewegungen“ schilderte er 1808, wie durch eine Kultivierung der nördlichen Regionen das polare Eis zum Schmelzen gebracht und auf der ganzen Erde ein gemäßigtes Klima etabliert werden könne. Das kosmologische Verständnis, auf dem er dieses Ziel basierte, war jedoch recht spekulativ: Das Nordlicht betrachtete er als Samenerguss, der durch menschliches Zutun mit seinem angenommenen südlichen Gegenstück in Verbindung gebracht werden müsse.[2]

Die Abschaffung der Wetterextreme beschäftigte das vom „Kampf gegen die Elemente“ durchdrungene 19. Jahrhundert. Eine wirkungsreiche Idee, dies zu erreichen, bestand in der Korrektur der Erdachse, deren Neigung gegenüber der Ekliptik behoben werden sollte. In Jules Verne’s Roman „Der Schuss am Kilimandscharo“ (Sans dessus dessous, 1889) dient die größte Kanone der Welt diesem Unterfangen, das übrigens durch den geplanten Abbau von Kohle unter den Nordpolarregionen motiviert ist.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts hat die physikalische Forschung die atmosphärischen Mechanismen enträtselt, die dafür sorgen, dass es relativ warm auf der Erde ist. Svante Arrhenius beschrieb 1896 den Treibhauseffekt und die dominierende Rolle, die Kohlendioxid dabei spielt. Er erörterte auch, in welchem Maße die Verbrennung von Kohle durch die Menschen zu einer Erderwärmung führen müsse.[3] Die zeitliche Variabilität des Klimas war zuvor schon durch das wachsende Wissen über die Eiszeiten und durch die Vermehrung der geologischen Kenntnisse erkannt worden. Die Geologie als Wissenschaft nahm ihren Aufschwung übrigens im Zusammenhang mit den ersten Großprojekten dessen, was man als Geo-Engineering beschreiben kann: Die großräumliche, intentionale Veränderung des Antlitzes der Erde. Zunächst waren es vor allem Tunnel- und Wasserbauprojekte wie Kanal- und Staudammbauten, in denen sich die Interaktion mit der geologischen Schichtenstruktur der Erdoberfläche intensivierte.[4]

 

Das Militär tritt auf

 

Zu den Besonderheiten des Denkens über den Treibhauseffekt gehört, dass es auf dem Weg von der Grundlagenforschung zu den Umweltschutzdiskursen zunächst bei den geostrategischen Thinktanks der Militärs einen Zwischenstopp machte. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Herausbildung einer bipolaren Weltordnung entstand das Phantasma, dass die Wettermanipulation ein wichtiges Kriegsmittel der Zukunft sei. Da man dem gegnerischen Lager Forschung auf diesem Gebiet unterstellte, sah man sich gerechtfertigt, dasselbe zu tun. Der pensionierte Captain der US Navy Howard T. Orville, Chef eines von Präsident Eisenhower eingesetzten “Beratenden Ausschusses für Wetterkontrolle”, brachte es bei einem Hearing des US-Kongresses 1958 auf den Punkt: die Wetterkontrolle könne „beängstigende und katastrophale Folgen haben, wenn es einer unfreundlichen Nation gelingt, vor uns den Durchbruch zu erzielen“. Der Kongress solle deswegen Mittel für einschlägige Forschung bewilligen.[5]

Wir kommen gleich auf Herrn Orville zurück. Zuvor werfen wir einen Blick auf die Ideen, die schon 1945 bei Kriegsende aufblühten. Der Technik- und Klimahistoriker James Rodger Fleming hat sie zu einem eindrucksvollen Potpourri zusammengetragen: Julian Huxley, einer der Gründer der UNESCO, schlug vor, Atombomben als „atomares Dynamit“ zu verwenden, um die Erdoberfläche „landschaftlich zu gestalten“ („landscaping the Earth“). Das Jagdflieger-Ass aus dem Ersten Weltkrieg, Eddie Rickenbacker, sprach sich für eine Verwendung der neuen Waffe aus, um „die antarktische Kühltruhe zu knacken“. Der Rundfunkpionier David Sarnoff prophezeite 1946, künftig könne man Regen oder Sonnenschein „durch das Drücken von Radioknöpfen“ bestellen – was die Frage aufwarf, wer denn dann am Ende entscheiden würde, ob ein Tag sonnig oder regnerisch sein solle, oder wo genau ein umgeleiteter Sturm sich denn austoben solle. Vladimir Zworykin, einer der „Väter“ der Fernseh-Technik, hatte 1945 über die Instrumente solcher Sturmlenkung nachgesonnen und war neben gigantischen Flammenwerfern – wenig überraschend – auf Atombomben gekommen. Zworykins Ideen wurden damals u.a. von dem berühmten Mathematiker John von Neumann unterstützt, der in der ebenfalls jungen Computer-Technologie das Instrument sah, das komplexe Wetter- und Klimageschehen analytisch in den Griff zu bekommen. (Später wandelte von Neumann sich zu einem Mahner gegen die zerstörerischen Potenziale der Wettermanipulation.)[6]

Trinity_Detonation_T&B

An welche Maßnahmen dachte Captain Orville ein gutes Jahrzehnt später? Einerseits hatte er a) gigantische Wasserbauprojekte vor Augen. Er erwähnt sowjetische Pläne, die Fließrichtung sibirischer Flüsse umzudrehen, und mit ozeanischen Dämmen die Meeresströmungen zu blockieren bzw. umzuleiten, um so aus dem Nordmeer ein warmes Gewässer zu machen. Ein leichter Anflug systemischen, wenn auch block-verhafteten Denkens zeigt sich, wenn Orville hierzu schreibt: „Das bedeutet, dass Russland dann in den Genuss von Warmwasserhäfen und milden Temperaturen kommen könnte, […] allerdings auf Kosten einer starken Überflutung der Küstengebiete der westlichen Länder.“[7] Nur der westlichen?

Andererseits ging es um dieselben Kategorien, die auch heute diskutiert werden: b) Die Veränderung der Zusammensetzung der Atmosphäre, c) sonstige Manipulationen der solaren Strahlungsbilanz. Zu b) zählte etwa eine bewusste Erwärmung durch gezielt gesteigerten CO2-Gehalt, oder umgekehrt eine Abkühlung durch radioaktiven „Staub“. Edward Teller („Vater der Wasserstoffbombe“ und reale Vorlage für Stanley Kubricks „Dr. Seltsam“) habe vorgerechnet, dass man mit der Detonation von 2000 Wasserstoffbomben eine neue Eiszeit hervorrufen könne. Zu c) gehörte die Idee, die polaren Eiskappen mit farbigen Pigmenten abzudecken, um die Albedo zu verringern. Außerdem ein Gedanke, den der deutsche Raketenpionier Hermann Oberth bereits 1923 vorgetragen hatte: die Nutzung gigantischer Spiegel im Orbit, um Sonnenlicht auf Orte zu lenken, die wärmer oder heller werden sollen.[8] Oberth hatte ein orbitales Spiegelsystem mit 100 oder gar 1000 km Durchmesser erwogen und zu den Anwendungsmöglichkeiten ausgeführt: „Es könnte z.B. der Weg nach Spitzbergen oder nach den nordsibirischen Häfen durch solche konzentrierten Sonnenstrahlen eisfrei gehalten werden.“ Auch könne der Sonnenspiegel „durch zerstreutes Licht weite Länderstrecken im Norden bewohnbar machen, in unseren Breiten könnte er im Frühjahr die berüchtigten Wetterstürze (Eismänner) und im Herbst und im Frühjahr die Nachtfröste verhindern und damit die Obst- und Gemüseernten ganzer Länder retten“.[9]

Hermann Oberth - Weltraumspiegel

Wenn Oberth es für „sogar nicht einmal ausgeschlossen“ hielt, „daß einer der Kulturstaaten bereits in absehbarer Zeit an die Ausführung dieser Erfindung geht“, dann allerdings aus dem Grunde, dass „ein solcher Spiegel leider auch hohen strategischen Wert haben könnte (man kann damit Munitionsfabriken sprengen, Wirbelstürme und Gewitter erzeugen, marschierende Truppen und ihre Nachschübe vernichten, ganze Städte verbrennen und überhaupt den größten Schaden anrichten)“.[10]

Das bringt uns zurück zu Orville, der ja das Climate Engineering als Militär erwog. Die eher bescheidenen praktischen Versuche einer Wettermanipulation, die in den 60er Jahren durch die Administration des US-Präsidenten Lyndon B. Johnson unternommen wurden, zeigten genau diese Logik: Feldversuche mit dem „Impfen“ von Wolken (cloud seeding) durch Silberiodid zwecks künstlicher Abregnung wurden in Indien und auf den Philippinen durchgeführt, vermeintlich um Hungerkrisen zu beenden, jedoch unter Federführung des US-Militärs.[11] Die Ergebnisse dieser Missionen wurden offenbar genutzt, um in Vietnam künstlich erzeugten Regen mit dem Ziel zu verwenden, den Ho-Tschi-Minh-Pfad unpassierbar zu machen („Operation Popeye“).[12] Der Pionier dieser Methode, Chemie-Nobelpreisträger Irving Langmuir, hatte übrigens nach ersten fehlgeschlagenen Versuchen, die Zugrichtung tropischer Wirbelstürme zu verändern, 1955 vorgeschlagen, weitere Versuche im Südpazifik anzustellen, „wo es weniger Bevölkerung gibt“ und wo deshalb ja auch schon die überirdischen Atombombentests durchgeführt wurden.[13]

Zwischen 1958 und 1962 brachten übrigens die US-Amerikaner und die Sowjets Megatonnen von nuklearen Sprengkörpern auch im erdnahen Weltraum zur Detonation. Pionier war hier der berühmte Physiker James A. van Allen, der den Plan verfolgte, die Ionosphäre mit hochenergetischen Nuklearteilchen zu „impfen“ („seed“).[14]

1978 wurde eine UN-Konvention verabschiedet, welche angesichts der gescheiterten „Operation Popeye“ die militärische oder sonstwie feindselige Verwendung von umweltverändernden Techniken verbietet (ENMOD). Dennoch spuken Ideen für Klima- und Wetter-Manipulationen bis heute in den Strategiepapieren des Pentagon herum. In einem Report der US-Luftwaffe mit dem Titel “Weather as a Force Multiplier: Owning the Weather in 2025” (Das Wetter als Machtverstärker: 2025 das Wetter beherrschen) wird 1996 unter Hinweis auf die erkennbare Klimakrise gefordert, „die technologischen Fortschritte der letzten 20 Jahre zu nutzen, um eine hochpräzise und einigermaßen genaue Wetterbeeinflussungsfähigkeit zu erreichen“. Ein Kommentar schreibt hierzu: „Am auffälligsten ist hier, dass unsere gegenwärtige Umweltkrise nicht als Einschränkung, sondern als Schmiermittel für die öffentliche Akzeptanz gesehen wird, wobei zivile Bedenken kulturelle und technologische Entwicklungen zum Vorteil des Militärs vorantreiben.“[15]

Die üblichen Sieger der Geschichte stehen also bereit, um die immer auswegloser werdende Klimakrise für eine weitere Militarisierung und Kommodifizierung (auch dies steckt ja in der Formulierung „Owning the Weather“) zu nutzen. Diese Kräfte haben kein Interesse an einer raschen Dekarbonisierung, denn eine Verschärfung der Krise spielt ihrem technokratischen Größenwahn in die Hände.

 

Eiszeit verhindern?

 

Veränderungen der solaren Strahlungsbilanz wie auch der atmosphärischen Zusammensetzung und die marinen Großprojekte können sowohl mit dem Ziel einer Erwärmung als auch einer Abkühlung des globalen Klimas projektiert werden. Aber nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 70er Jahre hinein wurde überwiegend an künstliche Aufheizung gedacht. Dies hängt mit einer klimatischen Entwicklung zusammen, bei der zwischen 1945 und 1970 die globalen Temperaturen vorübergehend nicht stiegen, sondern sanken. Gerade in der Zeit der massivsten Steigerung des CO2-Ausstoßes zeigte sich der anthropogene Treibhauseffekt nicht, weil er durch den gleichzeitigen starken Ausstoß von Sulfaten und weiteren industriellen Partikel-Emissionen (den sogenannten „Braunen Wolken“) “maskiert” wurde: Diese Substanzen schirmen das Sonnenlicht ab und haben deshalb einen abkühlenden Effekt, der die Wirkung des Treibhauseffekts ausgleichen oder sogar übersteigen kann. Jedoch ist ihre Verweildauer in der Atmosphäre vergleichsweise kurz (sie gelangen als “saurer Regen” wieder auf die Erde), während CO2 für Jahrhunderte in der Atmosphäre verbleibt. Jede Wirtschaftskrise und jede Gesetzgebung, die aus Umweltschutzgründen den Ausstoß dieser giftigen Substanzen begrenzt, führt seitdem unbeabsichtigt dazu, dass die globalen Temperaturen nach oben schießen – ein fürchterliches Dilemma, vor dem wir stehen.[16]

Die Climate Engineers haben jedenfalls das absichtliche Ausbringen von Schwefel-Aerosolen in die Atmosphäre schnell in ihren Maßnahmen-Katalog aufgenommen – worauf wir gleich zurückkommen wollen. Einen Moment müssen wir noch bei der Cooling-Fraktion bleiben, die es als technische Herausforderung sah, das Abgleiten der Erde in eine neue Eiszeit zu verhindern. Einer ihrer späten Exponenten war Lowell Ponte. Er hielt in seinem Buch 1976 eine unmittelbar bevorstehende Eiszeit für nicht unwahrscheinlich. Er erörterte zahlreiche Gegenmaßnahmen, vom „cloud-seeding“ bis zur künstlichen Schließung von Meerengen wie der Straße von Gibraltar oder der Dardanellen, des Roten Meeres oder des Ärmelkanals. Die Abdeckung von Eisflächen und Wüsten zwecks Verringerung der Albedo durfte nicht fehlen. Aber viele Maßnahmen, die Ponte begeistert schilderte, konnten kaum der Verhinderung einer Eiszeit dienen; so, wenn er von dem Plan sprach, mittels Atomexplosionen einen neuen Kanal durch Mittelamerika zu treiben, um den Golfstrom zu schwächen. Oder von Plänen, „Löcher in die Berge nördlich von Los Angeles zu sprengen, um Smog und Hitze zu vertreiben“.[17] Und dies sind nur einige seiner Vorschläge, das Klima auf regionaler Ebene zu manipulieren. Für die globale Klimaregulierung dachte er etwa an ein planmäßiges Auftauen der Permafrostböden. Andere Ideen erschienen ihm allerdings „grob oder bizarr“, z.B. der Betrieb von Atomreaktoren zu dem einzigen Zweck, die Ozeane aufzuheizen, oder die Ausbringung von „metallischem Staub“ oder CO2 in die Atmosphäre, um den Treibhauseffekt zu „verbessern“. Neben Orbitalspiegeln erörterte er auch unabgeschirmte Atomreaktoren im Orbit, die als „neue Sonnen“ fungieren könnten.[18]

All diese erörterten Maßnahmen atmen einen Geist: den einer technokratischen Gigantomanie, die glaubt, letztlich den gesamten Kosmos durch menschliches Handeln regulieren zu können. Jules Verne’s literarische Riesenkanone zur Abschaffung der Erdneigung war am Ende aufgrund eines simplen Rechenfehlers um den Faktor eine Milliarde zu klein dimensioniert. Ponte hatte aber eine neue Energiequelle zur Hand: die Atomkraft. Damit sollte doch – wie heute noch in jedem zweiten Hollywood-Katastrophenfilm – jede größere Bedrohung zu bewältigen sein. Immerhin warnte er: „Aber einmal geschehen, können diese Dinge nicht mehr ungeschehen gemacht werden.“[19] Aber von komplexen Systemzusammenhängen und unbeabsichtigten Nebenfolgen ist in seinem Buch, das von einer völlig falschen Prämisse ausgeht, nichts zu finden.

Wir können heute über solche Unbekümmertheit und die ihr zugrunde liegende Sozial- und Sexualpathologie schmunzeln, über die immer wieder gleichen, ermüdenden Phantasien von gigantischen Machtmitteln, die eine durchaus männlich zu denkende ‘“Potenz’” ins Unermessliche steigern sollen … aber ist dieses Denken bei den heutigen Climate Engineers tatsächlich überwunden? In einer jüngeren klimageschichtlichen Arbeit werden folgende aktuell diskutierte Maßnahmen aufgezählt: „mit chemischen Maschinen, die den Kohlenstoff in gebrannten Kalk umwandeln, CO2 buchstäblich aus der Luft zu waschen“; Eisendüngung der Meere; Ausbringen von Sulfataerosolen in der Atmosphäre; Versprühen von Meerwasser zwecks "whitening" von Stratosphärenwolken; Sonnenlicht-Reflektoren im Orbit; „tägliche Flüge in die Atmosphäre, um tonnenweise Kalksteinmehl zu verteilen“. Solche „Lösungen“, gibt er zu bedenken, würden "Jahrhundert um Jahrhundert sorgfältiger Wartung erfordern, denn die Abschaltung solcher Technologien, während die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre überhöht bleibt, würde in der Tat einen höllischen Anstieg der katastrophalen Erwärmung auslösen. Andererseits könnte es durchaus eine kluge Politik sein, diese Technologien in Reserve zu halten, da sie im schlimmsten Fall eingesetzt werden könnten."[20]

 

Teufel durch Beelzebub austreiben

 

Bei Brooke tauchte sie wieder auf – die Idee, die Verschmutzung der Atmosphäre mit Treibhausgasen durch eine andere Verschmutzung zu bekämpfen, nämlich mit Sulfataerosolen. Aus der Beobachtung, dass nach größeren Vulkanausbrüchen die globalen Temperaturen vorübergehend durchaus absinken konnten, hatte der Umweltwissenschaftler Reid Bryson bereits seit den 60er Jahren die These entwickelt, die wachsende Menschheit wirke aufgrund ihrer Emissionen klimatologisch als ein „human volcano“ und führe so die nächste Eiszeit herbei.[21] Auf Bryson hatte sich auch der schon zitierte Ponte berufen. Da war es bis zu dem Vorschlag nicht weit, diesen Effekt bewusst einzusetzen und abkühlende und aufwärmende Emissionen als bewussten Temperaturregler einzusetzen. 1983 konnte man lesen: „Es scheint, dass die Demonstration, die uns der Mount Tambora und andere Vulkane von Zeit zu Zeit gegeben haben, wie die Temperatur der Welt durch eine fast unmerkliche Menge an Staub verändert werden kann, auf einen Mechanismus hinweist, der uns alle im nächsten Jahrhundert davor bewahren kann, unter der Wolke des Kohlendioxids zu schwitzen, die uns bis dahin umhüllen wird.“[22]

Human Volcano

Wird sie? War es 1983 so unausweichlich, dass der Kohlendioxid-Ausstoß mit der Weltbevölkerung wachsen müsse? Mir scheint, dass die Climate Engineers seit ihrer Entstehung einen problematischen Hang zum Business-as-usual hatten und dass man ihnen daher auch heute diesen Verdacht nicht ersparen sollte. Inzwischen kann niemand mehr bestreiten, dass eine Welt ohne anthropogenen Treibhausgasausstoß sehr wohl möglich ist; nur die Frage nach dem Tempo dorthin ist umstritten. Ob die Sirenengesänge der Climate Engineers bei der Klärung dieser Frage hilfreich sind? Die erste Prämisse aller klimaregulierenden Maßnahmen muss doch sein, diesen Ausstoß mit maximalem Tempo zu beenden. Die zweite Prämisse muss lauten, nur solche Maßnahmen zu erwägen, deren Nebenwirkungen nicht wiederum katastrophal sind. Würden Sie Ihren kranken Planeten einem Arzt anvertrauen, dessen Methoden zur massiven Übersäuerung der Meere und der Böden führen?

 

Planeten-Fieber und ein falscher Guru

 

Eine beliebte Metapher in den Klimadiskursen ist tatsächlich der Satz, die Erde sei krank: sie habe „Fieber“. Dieses Bild kann in zweierlei Richtung ausgedeutet werden: a) die Menschheit wird als der Krankheitserreger betrachtet, gegen den diese personifizierte Erde sich zur Wehr setzen müsse. b) Menschen sehen sich als planetarische Ärzte, die diese Krankheit zu heilen hätten. Im letzteren Fall konkurrieren, um J.R. Fleming zu zitieren, zwei Therapie-Vorschläge: „eine strikte Kohlenstoff-Diät“, und eine „planetare Chirurgie namens climate engineering“.[23] Es ist sicher nicht abwegig, diese Ansätze so scharf gegeneinander abzugrenzen, denn dem ersten liegt das Prinzip zugrunde, die anthropogene Manipulation der Erdsysteme möglichst zu minimieren, dem zweiten hingegen, die angerichteten Schäden mit immer neuen großmaßstäblichen Manipulationen in den Griff bekommen zu können. Einmal Ökologie – einmal technokratische Hybris. Einmal Schadensbegrenzung – einmal Leugnung ihrer Notwendigkeit. Wodurch das Geoengineering „jüngst verstärkt ins Licht der Öffentlichkeit gerückt ist“, urteilt Martin Meiske im Jahr 2021, das sei „der offensichtlich fehlende Handlungswille zur Reduzierung der CO2-Emissionen, das sich rapide schließende Zeitfenster“ und der IPCC-Sonderbericht von 2018.[24] Aber dürfen wir dem fehlenden Handlungswillen der Staatenlenker tatsächlich ein solches Schlupfloch lassen?

Bleiben wir noch kurz bei der Arzt-Metapher. Einer derjenigen, die sich als „Planetenarzt“ bezeichnen, ist der britische Naturwissenschaftler James Lovelock.[25] Lovelock wurde berühmt durch die „Gaia-Hypothese“, in der die Erde wie ein lebendiger Organismus beschrieben wird. Die Biosphäre lasse sich, so der frühe Lovelock, „als eine einzige lebende Wesenheit betrachten […], die fähig ist, die Erdatmosphäre nach ihren allgemeinen Bedürfnissen auszurichten, und die mit Fähigkeiten und Kräften begabt ist, die weit über jene ihrer einzelnen Komponenten hinausgehen“.[26] Mit der Gaia-Hypothese, die nicht den Menschen, sondern seine Umwelt ins Zentrum stellt, avancierte Lovelock zu einem Säulenheiligen der Ökologie-Bewegung. Sehr zu Unrecht, wie ein genauerer Blick in seine Werke zeigt. Seine Einsichten hatte er als Angestellter des Shell-Konzerns gewonnen, für den er (ab 1966!) die Folgen der Verbrennung fossiler Kraftstoffe untersuchte. Diese Verbrennung könnte sich, so argumentierte er nun, "auf eine von der Biosphäre kontrollierte Lufthülle ganz anders auswirken als auf eine passiv-anorganische Atmosphäre. Es könnten Anpassungsvorgänge anlaufen, die Störungen, wie sie etwa durch die Ansammlung von Kohlendioxyd auftreten, abmildern."[27] Mehr noch: Die Rolle der Menschheit in jenem Gaia-Organismus betrachtete er (wenn auch in Frageform) als das Nervensystem und Gehirn, welches bewusst die Stellschrauben des Erd-Systems bedienen könne – der klassische Traum des Climate Engineering. Wenn wir z.B. "durch Fortschritte in der Wetterkunde erkennen, daß eine besonders strenge Eiszeit droht" (was zwar Gaia nichts anhaben könnte, aber doch uns als Teil von ihr), dann wäre eine "mögliche Handlungsweise", "mit unseren industriellen Möglichkeiten eine riesige Menge von Chlor-Fluor-Kohlenwasserstoffen herzustellen und sie in die Atmosphäre zu schicken".[28]

In späteren Arbeiten ist Lovelock weniger optimistisch; doch sein Vertrauen in großtechnologische Lösungen ist ungebrochen. In einem Buch von 2007 bekennt er: "Wir missbrauchen die Erde mittlerweile so sehr, dass sie sich vielleicht aufbäumt und in jene heiße Phase zurückfällt, in der sie vor 55 Millionen Jahren war."[29] Wir nähmen der Erde mit unserer urbanen Daseinsform "so viel weg, dass sie nicht länger in der Lage ist, die vertraute und komfortable Umwelt aufrechtzuerhalten, die wir als gegeben hingenommen hatten. Jetzt verändert sie sich nach ihren eigenen, internen Regeln und geht in eine Phase über, in der wir nicht länger willkommen sind."[30] Das ist der Gedanke von der Menschheit als Bazillus, als „Menschenepidemie“[31]. Die menschliche Spezies, schreibt er, sei "so etwas wie eine Krankheit des Planeten".[32] Aber Lovelock selbst sieht sich hier ja als „Planetenarzt“, wie bereits zitiert. Als solcher bittet er seine „grünen Freunde inständig, ihren naiven Glauben an nachhaltige Entwicklung und erneuerbare Energie zu überdenken“. Vor allem müssten sie „ihre Starrköpfigkeit gegenüber der Atomenergie aufgeben." Denn "wir haben jetzt keine Zeit, mit visionären Energiequellen zu experimentieren". (Als ob ein Atomkraftwerk schneller zu planen und zu errichten wäre als tausend Windräder!) Später können Erneuerbare und "die saubere und immerwährende Fusionsenergie" die Rolle übernehmen.[33] Er wendet sich auch gegen die "unkluge Gesetzgebung zum Stoppen von Schwefelemissionen"[34], wobei er an deren oben geschilderte Wirkung denkt, die Treibhausgase zu “maskieren” und die Erderwärmung so zu verzögern. Dementsprechend gehört zu seinen Engineering-Vorschlägen vielmehr, dafür zu sorgen, dass Flugzeuge in der Stratosphäre „Treibstoff verbrennen, der eine kleine Menge Schwefel enthält".[35] Ansonsten: ein „Sonnenschirm“ im Weltall. Die "Produktion von marinen Stratuswolken". Die Bindung von Kohlenstoff in Karbonatgestein.[36] Am Ende schreibt er: "Die Vorstellung, Menschen seien intelligent genug, um die Erde zu verwalten, zählt zum Vermessensten, was je gedacht wurde."[37] Da hat sich der „Planetenarzt“ diese vermessenste Vorstellung aber bereits sehr ausgiebig zu eigen gemacht. Es ist völlig unverständlich, wie dieser Technokrat jemals zum Guru eines Teils der Ökologiebewegung hat werden können.

Aber freilich müssen wir uns immer wieder damit auseinandersetzen, dass Wissenschaftler, auf deren diagnostischer Brillanz wir unsere Arbeit aufbauen, bei den Therapien plötzlich mut- oder phantasielos in alte Muster zurückfallen. Der NASA-Klimaforscher James E. Hansen, dem wir die Einsicht verdanken, der CO2-Gehalt der Atmosphäre müsse (von inzwischen 420) auf 350 ppm zurückgeführt werden,[38] hat ebenfalls mehrfach als Lösung eine Renaissance der Atomenergie befürwortet.[39] Paul Crutzen, der als erster den Begriff des „Anthropozäns“ in die Debatte einbrachte,[40] entwarf angesichts der Unfähigkeit der Weltgemeinschaft, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern, den uns bereits vertrauten Vorschlag, in der oberen Atmosphäre Schwefelpartikel auszubringen, um das Klima abzukühlen.[41]

 

Welchen Kompass brauchen wir?

 

Im letzteren Fall kann man fast schon von Verzweiflung sprechen. Aber insgesamt spricht doch aus diesen gefährlichen Vorschlägen ein Bias (eine typische Voreingenommenheit) des naturwissenschaftlichen Denkens: Diesen Schriftstellern ist es unmöglich, aus der Logik großer, zentralisierter technischer Lösungen auszuscheren. Als habe sich nicht z.B. in der Welt der Information die Rhizom-Struktur des Internet als jeder Zentralsteuerung überlegen erwiesen. Als würde in einem Bienenvolk die ‘„Königin’“ jeder einzelnen Biene sagen, wo sie jetzt hinzufliegen hat. Als seien homöostatische, dezentrale Systeme nicht die effizientesten. Im gleichen Sinne sollten wir bei der Aufgabe einer CO2-Rückholung an ökologische, dezentral umzusetzende Lösungen ohne verheerende Nebenwirkungen denken. Es gibt sie ja ((… vgl. S. …)).

Der Historiker Fleming mahnt uns, die militärische Herkunft vieler der heute diskutierten Methoden der Klimamanipulation nicht zu vergessen, die von dem Phantasma einer umfassenden Kontrolle bzw. Beherrschung getrieben werden. „Geoengineering“, schreibt er, sei „unerprobt und gefährlich. Wir verstehen es nicht, wir können es nicht auf einer kleineren Ebene als der des Planeten testen […]. Das Herumbasteln am Planeten ist nicht ‚billig‘, wie einige Ökonomen behaupten, da die Nebenwirkungen unbekannt sind. Es stellt ein moralisches Risiko dar, da es möglicherweise die Anreize zur Schadensbegrenzung verringert. Es könnte […] in die Hände von Schurkenstaaten fallen, und es könnte militarisiert werden (wie man aus der Geschichte lernt, würde es wahrscheinlich militarisiert werden).“[42] “Schadensbegrenzung” – das ist vor allen Dingen die rasche Dekarbonisierung. Auch eine Aufgabe für Ingenieur*innen – aber für solche mit menschlichem Maß.

Angesichts der hier skizzierten Geschichte des Climate Engineering mit ihren grotesken und in die völlig falsche Richtung zielenden Projekten wäre als wissenschaftliche Grundhaltung in der Tat eine gewisse Demut angebracht. Aber wir können, bei Strafe des Untergangs, nicht die Augen davor verschließen, dass wir bereits viel zu viele Treibhausgase in die Atmosphäre gebracht haben. Wir – oder genauer: unsere industrialistische Zivilisation, bzw.: der Kapitalismus. Wir müssen CO2 aus der Atmosphäre zurückholen. Aber ganz gewiss nicht als Alibi dafür, den Ausstieg aus den weiteren Emissionen zu verzögern. Und nicht als Türöffner für Weltherrschafts-Phantasien. Wenn wir zwischen Optionen wählen müssen, sollten wir nicht auf diejenigen zurückgreifen, deren schädliche Nebenwirkungen – saurer Regen; Atommüll – bekannt sind, oder aber als Überraschung in den komplexen Systemlogiken unseres Planeten lauern. Optionen, deren Nutznießer jene gesellschaftlichen Kräfte sind, die uns den Klima-Schlamassel zuallererst eingebrockt haben.

Bei den Maßnahmen zur CO2-Rückholung müssen folgende Prinzipien eingehalten werden:

  1. Sie müssen jederzeit beendet oder sich selbst überlassen werden können, ohne neue Katastrophen hervorzurufen. D.h., sie müssen die Homöostasefähigkeit der globalen Systeme (ihre Fähigkeit zur Selbstregulierung) steigern.
  2. Sie müssen systemische Folgeprobleme minimieren.
  3. Sie müssen auf Infrastrukturen basieren, welche demokratiefähig sind, also transparent, dezentral und ohne Gefährdungs- und Missbrauchs-Potenziale. Denn mit der Erderhitzung steuern wir auf eine konfliktträchtigere globale Konstellation zu.

 Den Tiger reiten – das sollten wir den Katastrophenfilmen aus Hollywood überlassen.

 

Quellennachweise

 

Titelbild: Schönwettermaschine im Jahr 2000. Postkarte, Deutschland, 1900 (gemeinfrei).

Abb. 1: Indianischer Regentanz um 1920 (gemeinfrei).

Abb. 2: Explosion der Trinity-Atombombe am am 16. Juli 1945 (gemeinfrei).

Abb. 3: Darstellung des Orbitalspiegels. Aus: Hermann Oberth: Die Rakte zu den Planetenräumen. Nürnberg 1984 (zuerst 1923). S.87.

Abb. 4: Human Volcano. Schematische Darstellung: Aerosolausbringung in der Atmosphäre (CC BY-SA 3.0 Hughhunt).

 

[1]             Thomas Morus: Utopia. Darmstadt 1979. S.43.

[2]             Mark Dorrian: Utopia on Ice. The Climate as Commodity Form. https://quod.lib.umich.edu/o/ohp/12527215.0001.001/1:16/--architecture-in-the-anthropocene-encounters-among-design?rgn=div1;view=fulltext

[3]             Svante Arrhenius: On the Influence of Carbonic Acid in the Air upon the Temperature of the Ground. In: Bill McKibben (Hrsg.); GWR. The Global Warming Reader. New York 2011. S.19-30. (zuerst 1896)

[4]             Martin Meiske: Die Geburt des Geoengineerings. Großbauprojekte in der Frühphase des Anthropozäns. Göttingen 2021.

[5]             Howard T. Orville: The Impact of Weather Control on the Cold War. In: Joshua P. Howe (Hrsg.): Making Climate Change History. Primary Sources from Global Warming’s Past. Seattle/London 2017. S.70-76, hier: S.75f. Vgl. auch Jacob Darwin Hamblin: Arming Mother Nature. The Birth of Catastrophic Environmentalism. Oxford 2013. S.130. Vgl. ferner arte TV: Die Klimagötter (2015) https://programm.ard.de/TV/arte/die-klimagoetter/eid_2872416232257234 

[6]             James Rodger Fleming: Will Geo-engineering Bring Security and Peace? What does history tell us? In: Sicherheit und Frieden / Security and Peace, 2012, Issue 4. S.200-204, hier: S.200f. (https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/0175-274x-2012-4-200.pdf?download_full_pdf=1)

[7]             Orville, a.a.O., S.74.

[8]             Orville, a.a.O., S.73.

[9]             Hermann Oberth: Die Rakete zu den Planetenräumen. Nürnberg 1984 (zuerst 1923). S.87.

[10]            A.a.O., S.88

[11]            Vgl. Naval Weapons Center: GROMET II. Rainfall Augmentation in the Philippine Islands. 1971. https://apps.dtic.mil/sti/pdfs/AD0723815.pdf -

[12]            Vgl. Biofuelwatch, Heinrich Böll Foundation, ETC Group: Big Bad Fix. The Case Against Climate Engineering. 2018. S.7 m.w.N.

[13]            Fleming, a.a.O., S.202.

[14]            Ebd.

[15]            Dorrian, a.a.O.

[16]            John L. Brooke: Climate Change and the Course of Global History. A Rough Journey. New York 2014. S.528. – William F. Ruddiman: Earth's climate. Past and future. New York 2008. S.334.

[17]            Lowell Ponte: The Cooling. Englewood Cliffs 1976. S.197-202 u.ö.

[18]            Ebd. S. 223-229.

[19]            Ebd. S. 229.

[20]            Brooke, a.a.O., S.574f.

[21]            Vgl. Samuel W. Matthews: What's Happening to Our Climate? Temperatures change, storm tracks and drought belts shift, as scientists search for answers around the world. In: National Geographic 150 (1976), Heft 5. S. 576-615, hier: S.582, 611.

[22]            Henry Melson Stommel und Elizabeth Stommel: Volcano weather. Newport (R.I.) 1983. S.156.

[23]            James Rodger Fleming: Climate Physicians and Surgeons. In: Mark Carey u.a.: Forum Climate Change and Environmental History. Environmental History 19 (2014), Heft 2, S. 338-345, hier: S.339.

[24]            Meiske, a.a.O., S.7.

[25]            James Lovelock: Gaias Rache. Warum die Erde sich wehrt. Berlin 2007. S. 9.

[26]            James Lovelock: Unsere Erde wird überleben. GAIA – Eine optimistische Ökologie. München/Zürich 1982. S.24.

[27]            Ebd.

[28]            A.a.O., S.210.

[29]            Lovelock: Gaias Rache. Warum die Erde sich wehrt. A.a.O., S. 9.

[30]            A.a.O., S.17.

[31]            A.a.O., S.12.

[32]            A.a.O., S.21.

[33]            A.a.O., S.23f.

[34]            A.a.O., S.87.

[35]            A.a.O., S.187.

[36]            A.a.O., S.184ff.

[37]            A.a.O., S.218f.

[38]            James Hansen u.a.: Target Atmospheric CO2: Where Should Humanity Aim? In: Bill McKibben (Hrsg.); GWR. The Global Warming Reader. New York 2011. S.75-80. (zuerst 2008)

[39]          James Hansen: Lässt sich die Klima-Zeitbombe entschärfen? In: Spektrum der Wissenschaft, 2005, Heft 2, Dossier. S.32-40, hier: S.40. – Vgl. auch Der Spiegel, 4.11.2013: Renommierte Klimaforscher fordern Renaissance der Kernkraft (https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/renommierte-klimaforscher-fordern-renaissance-der-kernkraft-a-931619.html)

[40]            Paul Crutzen und Eugene F. Stoermer: The "Anthropocene". In: Bill McKibben (Hrsg.); GWR. The Global Warming Reader. New York 2011. S.69-72. (zuerst 2000)

[41]            Vgl. Ruddiman, a.a.O., S.357. – Vgl. auch https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_J._Crutzen

[42]            Fleming, Will Geo-engineering Bring Security and Peace?, a.a.O., S.204.