Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

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vom 02.06.2008, aktualisiert am 24.01.2010, Programm des SFV:

Unser Programm

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland

setzt sich ein für eine vollständige Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent heimische Erneuerbare Energien - deutschlandweit, weltweit.

Alle CO2-freien Erneuerbaren Energien werden gebraucht. In allen Regionen - Windanlagen nicht nur im Küstenbereich und offshore, Solaranlagen nicht nur im sonnenreichen Süden!

Dezentralisierung der Erzeugungsanlagen durch Ausnutzung von Flächen in Privateigentum erhöht das verfügbare Potential. Ausbau dezentraler Speicher vergleichmäßigt die Stromversorgung und vermindert die Gefahr von Versorgungsstörungen.

Außerdem erlaubt die Dezentralisierung die Teilnahme der Bürger am Aufbau einer klimaschonenden Energieversorgung. Besondere Bedeutung hat dabei die Nutzung der Sonnenenergie an allen Gebäuden - Sonnenwärme aus Solarthermie und Solarstrom aus Photovoltaikanlagen.
Der Ausbau der Photovoltaik muss wieder beschleunigt werden. Gleiches gilt für die Windenergie im Binnenland.

Dementsprechend vertreten wir insbesondere die Belange der privaten Anlagenbetreiber.

Wir machen Vorschläge zur Verbesserung der Markteinführungsverfahren. Als eines der wichtigsten Instrumente sehen wir das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2004) an, zu dem wir die Grundidee beigetragen haben - nämlich die kostendeckende Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien.

Die Energiewende muss auch durch steuerliche Maßnahmen unterstützt werden: Eine zügige Verlagerung der Steuerlast von den Personalkosten zu den Energiekosten durch höhere Energiesteuern bei gleichzeitiger Gewährung eines Energiegeldes und Verminderung der Personalnebenkosten soll die Gewinnaussichten für zukunftswichtige personalintensive Branchen verbessern, Arbeitsplätze im Erziehungs-, Ausbildungs- und Sozialbereich schaffen, den vermeintlichen Zwang zu ständigem Wirtschaftswachstum beseitigen und die Energieeffizienz steigern.

Das technisch und wirtschaftlich Machbare muss politisch gewollt werden. Deshalb müssen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen geändert werden. Zitat von Al Gore: "Wir wollen nicht nur Glühlampen auswechseln, sondern Gesetze."

Unsere Lösungsvorschläge erarbeiten wir ohne Rücksicht auf Partikularinteressen. Als unabhängiger Umweltschutzverein gehen wir dabei keine Kompromisse ein.

 

Unsere Forderungen:
Gewinnbringende Einspeisevergütungen im EEG, keine Genehmigungen für neue fossile oder für Atomkraftwerke, Vollwärmedämmung und Baupflicht für Solaranlagen (PV oder Thermie) auf Alt- und Neubauten. Beseitigung der administrativen Hemmnisse für den Ausbau der Windenergie im Binnenland, uneingeschränkte Verpflichtung für die Netzbetreiber zum Ausbau der Anschlussleitungen, Verpflichtung der Netzbetreiber zur Zahlung einer Bereitstellungsgebühr für betriebsfertige Anlagen der Erneuerbaren Energien, deren Strom - aus welchen Gründen auch immer - nicht abgenommen werden kann. Zügige Erhöhung der Energiesteuer bei gleichzeitiger Gewährung eines Energiegeldes - Beendigung der Anreize zur Verstromung von jeglicher Biomasse, die auf extra dafür bereitgestellten Flächen gewonnen wurde - Wiederaufforstung ehemaliger Landwirtschaftsflächen - Anreize für die Bauindustrie zur Nutzung von Holz statt Beton - Anreize für die chemische Industrie zur stofflichen Nutzung von biogenen Rohstoffen statt fossiler Rohstoffe (z.B. Pflanzenöl aus Mischfruchtanbau) - Anreize für alle Teilnehmer am Stromnetz zur Errichtung dezentraler Stromspeicher

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland leistet dafür wichtige Überzeugungsarbeit.


Etwa 2600 persönliche Mitglieder tragen den gemeinnützigen Solarenergie-Förderverein Deutschland und sichern seine finanzielle Unabhängigkeit.



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